Auswahl an Buchcovern auf Instagram

Schreiben ist ein Erlebnis. Das Erschaffen einer Welt, das Formen der Handlung, das Modellieren der Szenen oder das Auswählen der Namen der Charaktere – der gesamte Schöpfungsprozess macht einfach Spaß. Alles soll passen! Im besten Fall taucht der Leser in diese Welt ein und gedenkt ihrer auch noch, nachdem er die letzte Seite gelesen und das Buch zugeklappt hat.

Für mich, der ich der späten Vinyl-Generation angehöre und mich damals beim Hören einer LP im Plattencover verlor, beginnt das Erlebnis „Buch“ mit dem Umschlag. Vergleichbar mit dem Pitchen frage ich mich, welches wichtige Elemente der Geschichte sind, und versuche sie grafisch im Buchcover umzusetzen.

Auf Instagram ist eine Auswahl an Buchcovern zu finden, die ich für die Publikation der Texte auf BookRix angefertigt habe. Von oben links nach unten rechts sind dies:

  • Relictio
  • Season Of Glass
  • Das Konzept
  • Borodim
  • Don’t panic
  • Der Pfad
  • Das Ende der Gegenwart
  • Das Moebiusband
  • Die bittere Rache des Tonino Arcangelo

Die Buchcover sind oben und unten abgeschnitten sind. Auf Instagram ist alles quadratisch. Wie LPs. So schließt sich der Kreis. : )

> Artwork auf Instagram

Nomus goes Lübbe

Es ist offiziell: Ein Jacob Nomus-Thriller wird bei Bastei Lübbe erscheinen. Unter einem anderen Titel und mit anderem Inhalt. Ähhhhh … ja.

Wer meine bisherigen Veröffentlichungen kennt, erahnt, dass sie nicht sonderlich gut in das Verlagsprogramm von Bastei Lübbe passen. Unterschiedlichste Handlungsebenen und -stränge, die ihre Wurzeln irgendwo in der Geschichte der Menschheit haben, in der Renaissance, im Mittelalter, in der Antike oder darüber hinaus, in Philosophie, Mythologie, Religion, gezwirbelt, verschachtelt, verknotet, und sprachlich wie inhaltlich eher „Vintage“. Die schnörkellose Vorgabe von Bastei Lübbe hingegen lautete: Thriller.

Der Entwurf meines Dramas Memoriae beginnt als Thriller. Ein hervorragender Ausgangspunkt, es fehlte nur das entsprechende Ende. Der Umstand erinnerte mich ein wenig an Friedrich Dürrenmatts Das Versprechen.

Tagelang kramte ich in meinem Schädel, fand Varianten, wog ab. Den letzten Schliff bekam die Handlung nach einem Gespräch mit einem Psychiater, der sich bereit erklärt hatte, den irrwitzigen Twist mit seinen Erfahrungen abzugleichen. Das Ergebnis: Memoriae ist einer jener Thriller geworden, bei dem der Subtext noch düsterer ist als die Haupthandlung. Ein Hauch von Nomus. Die nächsten Wochen werde ich also die Abgründe menschlicher Seelen durchwandern.

Leser der verzwirbelten, verschachtelten und verknoteten Texte brauchen aber keine Sorge zu haben. Bereits während ich an Relictio schrieb, recherchierte ich für den Folgeroman von Das Amarna-Grab. Nach Fertigstellung des Thrillers werde ich am nächsten „historischen“ Roman sitzen.

Das Kugelstoßpendel

Eine Literaturplattform eignet sich hervorragend für Autoren, um neue Bande zu knüpfen. Ein bewährtes Mittel ist die Teilnahme an Ausschreibungen und Wettbewerben. So ist es auf BookRix.de zum Beispiel schier unmöglich, vor Kreativität übersprudelnde Autoren wie Bert Rieser oder Monika Gertmar nicht zu kennen; beide Gewinner einer Vielzahl von Wettbewerben.

Monika Gertmar hat nun zwei ihrer prämierten Texte als eBook veröffentlicht: „Allein + Michaela“. Eine Zusammenstellung, die mich in mehrerer Weise als Protagonist aufführt.

Monika Gertmar - Allein + Michaela

Monika Gertmar – Allein + Michaela

Das Double Feature beginnt mit der Horrorgeschichte „Allein“, Gewinner der Sci-Fi-Week auf BookRix.de zum Thema: „Unendliche Weiten deiner Fantasie“.
Ich kannte Monika bereits vor der Sci-Fi-Week und hatte mir nach Lektüre von „Allein“ erlaubt, die mittels des Textes aufgebaute Spannung mit dem bizarren Kommentar „Xurxlburb“ umzukehren. Die Gefahr bekam ein Gesicht, der Schaden eine Grenze. Es durfte aufgeatmet und gelacht werden und glücklicherweise hat mir Monika den Kommentar nicht übel genommen.

Monate später folgte „Michaela“, Sieger eines Literaturwettbewerbs zum Thema „Eine Nacht mit Jacob Nomus“. Dieser Aufgabenstellung ist übrigens auch das Ende meiner Kurzgeschichte „Der Pfad“ geschuldet: Die Nacht als Moment zwischen Text und Autor während der Niederschrift, zwischen Autor und Leser während der Lektüre. Einem ähnlich abstrakten Gedanken folgt Monika Gertmars Geschichte über die Schöpfungskraft des Schriftstellers, und greift nebenbei wiederum „Xurxlburb“ auf.

Selbst wenn der Kommentar „Xurxlburb“ in keinster Weise zu „Allein“ und „Michaela“ passen mag, so erinnert mich der chronologisch sortierte Ablauf der Texte an die Funktionsweise eines Kugelstoßpendels. Ideen, aus denen sich weitere ergeben, vergleichbar mit der Weitergabe eines immer fortwährenden Impulses. In seinem Kommentar zu „Allein + Michaela“ geht der Autor Bert Rieser sogar so weit, die Geschichten zyklisch zu verbinden und einem Möbiusband entsprechend zu interpretieren als ein sich stetig abwechselndes Zusammenspiel aus Realität und Fiktion, aus Innen- und Außenwelt.

> „Allein + Michaela“ bei Amazon.de kostenfrei lesen

In memoriam Michael Labs

Michael Labs

Michael Labs – Regisseur, Autor und Kabarettist

Ich habe ihn nie getroffen. Keine Freundschaft verband uns, wir waren uns entfernt bekannt. Und doch hat mich das Ableben des Regisseurs, Autoren und Kabarettisten Michael Labs tief getroffen. Selten habe ich ein solches Konzentrat aus literarischem Tiefsinn, Humor und sprachlicher Eloquenz getroffen. Unvergessen geblieben ist mir sein Drabble „Neulich im Stall“, über das ich nach Jahren noch lache und der Form, das Alphabet wie auf einer Klaviatur hoch- und runterzulaufen, größte Bewunderung entgegenbringe.

Ein großer Künstler unterhält im Leben mit jenem Werk, das ihn nach dem Tod in der Erinnerung des Publikums wach und lebendig hält. Noch lange werde ich mich an Michael Labs erinnern. Und sollte meine Erinnerung verblassen, die Anfangszeilen der Kurzgeschichte „Die Unergründbarkeit göttlichen Willens“ werden ihn mir stets in den Sinn zurückrufen. Jene Übersetzung fünf bissiger Terzinen des Paradieses aus Dantes Göttlicher Komödie hätte es ohne sein Zutun in dieser Form nicht gegeben.

Wo auch immer Michael Labs‘ Geist jetzt sein mag, dieser Ort ist von schallendem Lachen erfüllt.

Text-Analyse mittels Word cloud

Meide Wortwiederholungen! – Mit Ausnahme von Texten, bei denen der beharrliche Gebrauch gleicher Begriffe bewusster Teil des Werkes ist, sollte diese stilistische Vorgabe eingehalten werden.

Betrachtet man einen Satz, fallen Wortwiederholungen sofort auf; auch innerhalb eines Absatzes ist es relativ leicht, allzu ähnliche Ausdrücke ausfindig zu machen. Wie aber prüft man ein längeres Kapitel oder ein ganzes Buch auf Wortwiederholungen?

Ein brauchbares Hilfsmittel ist die Erstellung einer Word cloud. Diese „Wörterwolke“ zählt für jedes Wort, wie oft es im Text vorkommt, und stellt die Gesamtzahl grafisch dar: Je öfters ein Ausdruck im Text auftaucht, desto größer wird es in der Word cloud angezeigt.

Beipiel: Word Cloud eines einhundertseitigen Textblocks (die Verzerrungen und Färbungen wurden manuell vorgenommen)*

Anhand des Beispiels ist zu erkennen, dass der Begriff Soldat im Text relativ häufig vorkommt. Nun können gezielt die Kapitel nach eben diesem Wort durchgegangen und mit Synonymen wie z.B. Untergebener oder Krieger ersetzt werden.

Auch ist der Wolke zu entnehmen, dass in dem Text häufig geblickt wird. Der Autor kann nun einen Feldzug starten und wahrnehmen, erkennen sowie durch seine Iris zwängen säen. Die Wörter wurde und konnte wiederum geben einen Fingerzeig auf einen öfters benutzten Satzaufbau.

* Die oben angezeigte Abbildung entstand mittels des kostenfrei nutzbaren Word cloud Generators Wordle.

Bühnengespräch mit Jacob Nomus auf Frankfurter Buchmesse 2011

Am Samstag, den 15.10.2011, veranstaltet der Studiengang Buch- und Medienproduktion der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, zusammen mit BookRix, Deutschlands größter Literatur-Plattform, ein Bühnengespräch zum Thema „Wie wir in Zukunft veröffentlichen werden“. Neben Johannes Conrady, COO von BookRix, werde auch ich mich den Fragen der Studenten stellen. Mögen es der Fragen viele sein, denn ich bin gebeten worden, in der eventuell bis 14:00 Uhr verbleibenden Zeit aus dem Jahrhundertwerk „Das Konzept“ zu lesen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich das auch tun werde. Erbarmungslos.

Das Bühnengespräch mit anschließender Lesung findet von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr in Halle 4.0 am Stand A 1352 statt.

Jetzt erhältlich: „Das Konzept“ als eBook

Jacob Nomus - Das Konzept
„Ein mühseliger und strapazierender Unsinn ist es, dicke Bücher zu verfassen; auf fünfhundert Seiten einen Gedanken auszuwalzen, dessen vollkommen ausreichende mündliche Darlegung wenige Minuten beansprucht.“
Jorge Luis Borges

Das Konzept, der erste Band von Jacob Nomus‘ Anthologiereihe Geschichten aus dem dritten Jahrtausend, ist jetzt auch als eBook (ISBN 978-3-00-034436-7) erhältlich.

Zum Buch: Verschiedenste Genres werden zur Bühne fein gesponnener Logikspiele: John Lennon in einem außergewöhnlichen Gespräch mit seinem Mörder; inmitten eines apokalyptischen Meteoritenregens lösen ein Mann und eine Frau das Rätsel der menschlichen Herkunft; drei Gesänge über die Liebe – jeweils bestehend aus zehn Sätzen à zehn Wörter – ergeben auf engstem Raum drei zusammenhängende lyrische Gemälde; ein alter Mann glaubt, die Vorgehensweise eines Serienmörders entschlüsselt zu haben, und begibt sich auf eine schicksalhafte Jagd.

> eBook „Das Konzept“, jetzt bei Libreka!

WolfBooks präsentiert: Ollis Gewinnspiel „Das Konzept“

„Na, wer hätte es gedacht? Der Olli ist wieder da! Endlich konnte ich mich aus der stickigen Kiste befreien. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit, bin ich bereit, endlich wieder zu arbeiten!“

Frisch aus dem Umzugskarton gehüpft, hält Olli die erste Überraschung bereit: Er verlost fünf Exemplare des Buchs „Das Konzept“.
Wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt, erfahrt ihr hier: http://wolfbooks.de/Frag-h–Oliver.htm

Eile ist geboten: Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich dem 31. März 2011.

Leipziger Buchmesse: Live – Das Moebiusband

„Nicht die Natur zu beherrschen,
sondern sie nach eigenem Ermessen zu deuten,
ist des Menschen Gabe.“

Anbei der komplette Text: Jacob Nomus – Das Moebiusband

Mit Freude habe ich erfahren, dass die Spendenaktion »Lesen für Japan – Worte reichen so weit wie der Wind« ihren Zweck erfüllt hat. Informationen zur Aktion finden sich auf der Homepage des Verbands deutscher Schriftsteller: Solidarität mit Japan

Auf YouTube ist eine Videozusammenfassung der Aktion: Lesen für Japan

Ein großes Kompliment an die Organisatoren Olaf Trunschke und Regine Möbius für die gelungene Umsetzung einer sehr schönen Idee.

Leipziger Buchmesse: Aktion »Lesen für Japan«

Im Rahmen der Aktion »Lesen für Japan – Worte reichen so weit wie der Wind« werde ich am Freitag, den 18. März, auf der Leipziger Buchmesse den Text „Das Moebiusband“ vortragen.

Die von Regine Möbius und Olaf Trunschke kurzfristig organisierte Aktion des Verbands deutscher Schriftsteller dient dem Zweck, Hilfsmittel für japanische Autoren zu sammeln. Es sind alle recht herzlich eingeladen.

Wann: 18.03.2011, 17.30 Uhr
Wo: Halle 2, H 601 „Schwarzes Sofa“