Zum 417. Todestag von Giordano Bruno

Sie war das Licht, dem der italienische Philosoph Giordano Bruno folgte, die Liebe seines Lebens, der er mit Haut und Haaren verfallen war: Minerva, die Göttin des Wissens. Niemals wollte er die Liebe verraten, die sie verband. Er sollte sein Wort halten.

Giordano Bruno, Philosoph (1548-1600)

Giordano Bruno, Philosoph (1548-1600)

Giordano Bruno stammte aus Nola, einem kleinen Ort in der Nähe von Neapel. Seine rastlose Reise führte ihn durch das dunkle Europa des 16. Jahrhunderts, einem Kontinent, dessen Glaube zerbarst in einem Zeitalter der Kriege, der Inquisition, der Ausrottung Andersartiger und Andersdenkender. Bruno war Gast am Hof des Adels und Dozent an Universitäten; ein Leben, das Flucht und Suche zugleich war. Nachdem er in Venedig verraten worden war, verbrachte er acht Jahre in den Kerkern der heiligen Inquisition, schwor seinem Glauben nicht ab und wurde am Morgen des 17. Februar 1600 auf dem Campo de‘ Fiori in Rom bei lebendigem Leben verbrannt.

Bei der Hinrichtung trug er eine Mundfessel, weil er im Kerker außer sich vor Wut dem Herrn gelästert hatte; kein Laut aber kam über seine Lippen, als die Flammen hochschlugen und seinen nackten, von der Folter geschundenen Körper verzehrten.

Im Gedenken an einen unbequemen Menschen, der im wahsten Sinne des Wortes zu Licht wurde, ein Triple-Drabble über Liebe und Licht.

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