Nomus goes Lübbe

Es ist offiziell: Ein Jacob Nomus-Thriller wird bei Bastei Lübbe erscheinen. Unter einem anderen Titel und mit anderem Inhalt. Ähhhhh … ja.

Wer meine bisherigen Veröffentlichungen kennt, erahnt, dass sie nicht sonderlich gut in das Verlagsprogramm von Bastei Lübbe passen. Unterschiedlichste Handlungsebenen und -stränge, die ihre Wurzeln irgendwo in der Geschichte der Menschheit haben, in der Renaissance, im Mittelalter, in der Antike oder darüber hinaus, in Philosophie, Mythologie, Religion, gezwirbelt, verschachtelt, verknotet, und sprachlich wie inhaltlich eher „Vintage“. Die schnörkellose Vorgabe von Bastei Lübbe hingegen lautete: Thriller.

Der Entwurf meines Dramas Memoriae beginnt als Thriller. Ein hervorragender Ausgangspunkt, es fehlte nur das entsprechende Ende. Der Umstand erinnerte mich ein wenig an Friedrich Dürrenmatts Das Versprechen.

Tagelang kramte ich in meinem Schädel, fand Varianten, wog ab. Den letzten Schliff bekam die Handlung nach einem Gespräch mit einem Psychiater, der sich bereit erklärt hatte, den irrwitzigen Twist mit seinen Erfahrungen abzugleichen. Das Ergebnis: Memoriae ist einer jener Thriller geworden, bei dem der Subtext noch düsterer ist als die Haupthandlung. Ein Hauch von Nomus. Die nächsten Wochen werde ich also die Abgründe menschlicher Seelen durchwandern.

Leser der verzwirbelten, verschachtelten und verknoteten Texte brauchen aber keine Sorge zu haben. Bereits während ich an Relictio schrieb, recherchierte ich für den Folgeroman von Das Amarna-Grab. Nach Fertigstellung des Thrillers werde ich am nächsten „historischen“ Roman sitzen.

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