Jacob Nomus – Borodim

Ein Fremder gesellt sich in einer Gaststube an den Tisch von vier Freunden. Trotz seiner Warnung, bitten sie ihn, von seiner Reise zu berichten …

Kaum eine Stunde benötigte ich für diesen Text. Böse Zungen werden jetzt sagen: „Sieht man!“ : )

„Borodim“ erzählt eine einfache Geschichte im Fantasy-Gewand. Ein klassischer Aufbau, eine finale Wendung, das Szenario erweist sich anders als vom Leser zunächst angenommen, die Geschichte kippt.
Eher zeichnet sich „Borodim“ dadurch aus, dass die Überlegungen, die zur Umdeutung der Handlung führen, dem Leser nicht in Form von Gedanken und Schlüssen des Protagonisten oder Erzählers direkt dargereicht, sondern ihm selbst überlassen werden. Hinweise auf das tatsächliche Geschehen sind über den Text verteilt und müssen vom Leser gefunden, zusammengefügt und interpretiert werden. Dieses Spiel geht soweit, dass die These des Lesers, wer die vier Freunde sein könnten, die sich in der Gaststube eingefunden haben, von einer Subtraktion gestützt wird.

„Obwohl sie so kurz ist, hatte ich das Gefühl etwas Episches zu lesen.“

„Mich fasziniert immer wieder, wie du mit so wenigen Worten so viel Atmosphäre schaffen kannst!“

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