Jacob Nomus – Der Schwur

Säuberlich legte der alte Mann die ausgefranste Kordel auf den Tisch. Leises Rascheln begleitete das Öffnen des Packpapiers. Seine Hände zitterten, nicht vor Aufregung, kannte er doch jedes noch so kleine Detail der vergilbten Verpackung; einem Ritual gleich, hatte er sie in den letzten Jahren unzählige Male geöffnet und wieder verschlossen. Andächtig blickte er auf den ihm im Alter so wertvoll gewordenen Inhalt: ein weißer Elfenbeinfüller. Erinnerungen fluteten sein Bewusstsein, Bilder, Worte, der schwindende Reichtum eines Greises.

Trivia: Der Text entstand, während „Still“ von Jupiter Jones in der Hot Rotation lief. Danke an Claudia von „Claudias Bücherregal“ für den Tipp. : )

Auf BookRix online lesen bis einschließlich zum 31.03.2011: Jacob Nomus – Der Schwur

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Ein Gedanke zu “Jacob Nomus – Der Schwur

  1. Hallo Jacob,

    „Der Schwur“ hat einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Diese Geschichte berührt und weckt Mitleid. Du erzeugst sehr emotionale Bilder. Ich fühle mit dem alten Mann. Ich sehe sein Leben. Ich leide mit ihm.

    Ich bewundere Deine Vielseitigkeit!

    Grüße von Monirapunzel

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