Making of „Das Amarna-Grab“: Das Einfrieren des Spermas

Ein Urologe beschrieb mir den Prozess, wie Sperma heutzutage von der es begleitenden Flüssigkeit getrennt und dann eingefroren wird. Auch erfuhr ich, dass das Sperma bei -18° Celsius langfristig konserviert werden kann. Ich brauchte also im Ägypten des 14. Jahrhunderts v. Chr. eine Zentrifuge und einen Eisschrank.

Der Zufall wollte, dass das Ammoniak, das noch heute in den Eisschränken zur Kühlung benutzt wird, im 14. Jh. v. Chr. in einer Oase in der libyschen Wüste entdeckt wurde: die Ammonion-Oase. Sie liegt in Ägypten und heißt heute Oase Siwa. Dank des Ammoniakvorkommens, wurde dort die fiktive Grabkammer errichtet. Eine fiktive unterirdische Eiszunge stellt das Ammoniak in der benötigten Temperatur bereit.

Die Zentrifuge habe ich analog zu den damals existierenden Streitwagen konstruiert. Die Rotationsgeschwindigkeit eines so großen Rads sollte ausreichen, andernfalls könnte sie mit Hilfe von Zahnrädern und einer Kurbel weiter erhöht werden. Ich habe es in dem Roman bei der einfacheren Variante belassen, weil nur der Prozess veranschaulicht und seine damalige Durchführbarkeit gezeigt werden sollte.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, ob die Ägypter im 14. Jh. v. Chr. überhaupt das nötige Wissen haben konnten, um Sperma einzufrieren oder eine künstliche Befruchtung vorzubereiten. Ein Ägyptologe bestätigte mir diesen Punkt: Wie im Roman beschrieben, führten die Ägypter damals schon erfolgreich Organtransplantationen durch, also Prozesse, die weitaus komplexer waren als das Trennen und Einfrieren von Sperma.

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